Clusiusstichting
Clusius Stiftung



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Absicht

Die Clusius Stiftung wurde nach dem Humanisten, Botaniker und Gründer des botanischen Gartens in Leiden, Carolus Clusius (Charles de l’Écluse, 1526-1609), benannt. Die Ziele der Stiftung bestehen in der Förderung des Interesses an den historischen und kulturellen Aspekten des Gartens, der Landschaft und der Botanik sowie deren Unterlegung durch eine wissenschaftliche Basis. Um dies zu erreichen, folgt die Stiftung dem wachsenden Interesse an der Gartenbaukunst. So wird neben internationalen Symposien auch ein jährlicher Clusius-Festvortrag mit renommierten Referenten organisiert. Außerdem wurde im Rahmen der Stiftungsarbeit innerhalb des Leidener Hortus botanicus ein japanischer Garten angelegt und im Jahre 1990 erfolgte anlässlich des 400jährigen Jubiläums die Wiederherstellung des ursprünglichen botanischen Gartens aus dem 16. Jahrhundert. Ebenfalls auf die Initiative der Clusius Stiftung hin wurde an der Universität Leiden ein eigener Lehrstuhl für das Studium der Geschichte der Garten- und Landschaftsarchitektur eingerichtet.

In den Niederlanden erhielt die Landschaftskultur die notwendige Aufmerksamkeit und entwickelte auf diese Weise im Laufe der Jahrhunderte einen eigenen Stil. Anhand vergangener Diskussionen und der Subventionspolitik der Regierung sowie zahlreicher Kongresse zu diesem Themenbereich lässt sich einschätzen, wie wichtig es auch in internationalem Kontext ist, weitreichendere Kenntnisse über die historisch-kulturelle Bedeutung der niederländischen Landschaft zu erlangen. Die Notwendigkeit einer weiteren Untersuchung der niederländischen Garten- und Landschaftsarchitektur zeigt sich auch in den Problemen der Führung, der Instandhaltung und der Restaurierung historischer Ländereien, städtischer Parks und Gärten. Darüber hinaus haben sich zunehmend mehr Garten- und Landschaftsarchitekten auf dem Gebiet der Stadtplanung zu einer eigenen Berufsgruppe weiterentwickelt. Folglich besteht ein steigendes öffentliches Interesse für diese Gegenstände, basierend auf den Fragen, die aus einem wachsenden Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt hervorgehen. Unter den verschiedenen Gruppen interessierter Einzelpersonen besteht jedoch ein großer Bedarf an Wissensaneignung und -teilung.

Die Clusius Stiftung ist bei der Finanzierung ihrer Aktivitäten vollends von privaten Spenden, Schenkungen, Hinterlassenschaften und Erbeinsetzungen abhängig. Mittels regelmäßiger oder einzelner Spenden steht es jedem offen, seine Neigung zum Studium und zum Teilen von Wissen zu den historischen, kulturellen und internationalen Aspekten von Gärten und Landschaften deutlich zu machen. Die Stiftung steht im Dienste des Gemeinwohls und wird daher als solche bezeichnet, wie sie in Artikel 24, Paragraph 4 des Erbschaftsgesetzes von 1956 erwähnt wird. Somit können auch Schenkungen steuerlich geltend gemacht werden. Spenderinnen und Spender können sich ebenfalls durch Aktivitäten im Rahmen von Vorträgen, Symposien oder Sonderveranstaltungen einbringen.



Von Siebold Gedächtnis Garten, Hortus Botanicus, Leiden


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